Warum gibt es seit Jahrzehnten kein neues Videospiel zu „A Nightmare on Elm Street“, obwohl andere große Horror-Franchises wie „Halloween“ oder „Freitag der 13.“ erfolgreich adaptiert wurden? Das Entwicklerstudio Illfonic gibt Einblicke in die komplexen Hürden, die Freddy Kruegers Sprung auf moderne Konsolen verhindern. Gleichzeitig äußert sich das Studio zu Vergleichen mit „Dead by Daylight“ und Bungie gelobt Besserung bei „Destiny“. In weiteren Nachrichten geht es um das umstrittene Ende des neuen „Resident Evil“-Films und Hideo Kojimas große Pläne für „Physint“.
Die Herausforderungen einer „A Nightmare on Elm Street“-Adaption
Obwohl Freddy Kruegers Traumwelt eine ideale Kulisse für ein Videospiel zu sein scheint, gibt es laut Illfonic, den Entwicklern hinter Spielen wie „Friday the 13th“ und „Halloween“, erhebliche Hindernisse für eine Umsetzung. Das Hauptproblem liegt in der Natur von Freddys Morden, die in den Filmen als aufwendige und überzeichnete Inszenierungen dargestellt werden. Jared Gerritzen, Chief Creative Officer bei Illfonic, erklärte, dass die authentische Nachbildung dieser kreativen Kills in einem Spiel mit hohem Wiederspielwert extrem kostspielig wäre. Man müsste Hunderte solcher einzigartigen Tötungsanimationen entwickeln, um die Erwartungen der Fans zu erfüllen und gleichzeitig für langanhaltende Abwechslung zu sorgen. Einfache Wiederholungen ikonischer Szenen, wie Tina an der Decke oder Glens blutiges Bett, würden sich schnell abnutzen. Zudem würden gespaltene Eigentumsrechte an der Marke potenzielle Entwickler zusätzlich abschrecken.
Illfonic: „Halloween“ ist nicht mit „Dead by Daylight“ vergleichbar
Das Entwicklerstudio Illfonic wehrt sich gegen die ständigen Vergleiche ihrer asymmetrischen Multiplayer-Horrorspiele mit dem Genre-Primus „Dead by Daylight“ (DBD). Laut Chief Creative Officer Jared Gerritzen sei dieser Vergleich so oberflächlich wie der zwischen Cricket und Baseball. Während DBD als eine Art „Mixtape“ verschiedener Horror-Ikonen funktioniere, konzentriere sich Illfonic darauf, maßgeschneiderte Erlebnisse für Fans einer spezifischen Marke zu schaffen. Bei ihrem neuen Spiel „Halloween“ ginge es darum, die Atmosphäre von Haddonfield und die Präsenz von Michael Myers authentisch einzufangen. Gerritzen betont, dass wahre Horror-Fans ohnehin ein breites Spektrum an Spielen und Filmen konsumieren sollten, anstatt sich auf einen Titel zu beschränken. Er bekräftigte zudem, dass Illfonic, anders als von Kritikern oft behauptet, noch nie Server für ein von ihnen veröffentlichtes Spiel abgeschaltet hat und langfristige Pläne für „Halloween“ verfolgt.
„Resident Evil“-Regisseur verteidigt umstrittenes Filmende
Der neue „Resident Evil“-Film von Regisseur Zach Cregger kam bei Kritikern gut an, doch das Ende sorgte bei einigen Zuschauern für Unmut. Cregger steht jedoch voll und ganz hinter seiner Entscheidung und enthüllte, dass es ursprünglich eine noch düsterere Version gab. In der finalen Fassung wird enthüllt, dass der Film die Ursprungsgeschichte eines Monsters aus den Spielen erzählt, als der Protagonist Bryan sich nach einem Biss verwandelt und das Heilmittel zerstört wird. Eine frühere Version, die bei Testvorführungen negativ ankam, zeigte nach der Zerstörung des Heilmittels lediglich, wie Bryan einen Amoklauf startet. Cregger entschied sich für die emotionalere Variante, bei der das Publikum bis zuletzt auf eine Heilung hofft. Er erklärte, er möge Filme, die dem Zuschauer nicht geben, was er erwartet, sondern etwas mit größerer Wirkung – in diesem Fall die schockierende Neukontextualisierung der gesamten Handlung.
Bungie gibt Fehler zu und plant Neuausrichtung für „Destiny“ und „Marathon“
In einer offenen Botschaft an die Community hat das Entwicklerstudio Bungie zugegeben, in den letzten Jahren das Vertrauen der Spieler verloren zu haben. Studioleiter Poria Torkan räumte ein, dass man den Fokus auf das verloren habe, was die Spieler an den Titeln liebten, was zu Frustration und dem Verlust von Mitarbeitern geführt habe. Als ersten Schritt, um dieses Vertrauen zurückzugewinnen, kündigte Bungie an, zuvor aus „Destiny 2“ entfernte Inhalte – das sogenannte „Sunsetting“ – schrittweise wiederherzustellen. Dazu könnten die „Red War“-Kampagne oder beliebte Raids wie „Leviathan“ gehören. Auch das kommende Spiel „Marathon“ soll überarbeitet und von einem reinen Extraction-Shooter zu einem „tieferen Survival-Erlebnis“ mit mehr spielerischer Freiheit weiterentwickelt werden. Bungie betonte, dass man die Spieler nicht mit Worten, sondern durch Taten und die Qualität zukünftiger Spiele überzeugen wolle.
„Marvel’s Wolverine“: Entwickler dementiert Einsatz von KI-generierten Inhalten
Nachdem Fans in „Marvel’s Wolverine“ ein merkwürdig aussehendes Badezimmerschild entdeckt hatten, kamen schnell Spekulationen auf, dass Entwickler Insomniac Games generative KI für die Erstellung von Spielinhalten verwendet haben könnte. James Stevenson, Community und Marketing Director bei Insomniac, wies diese Vorwürfe entschieden zurück. Er stellte klar, dass sich keine KI-generierten Assets im Spiel befinden. Das seltsame Aussehen des Schildes sei stattdessen auf einen „UV-Map-Fehler“ zurückzuführen, ein technisches Problem bei der Texturplatzierung. Ein Patch zur Behebung dieses Fehlers sei bereits in Arbeit. Während Insomniac bei früheren Titeln wie „Spider-Man 2“ Machine-Learning zur Beschleunigung von Entwicklungsprozessen einsetzte, scheint die Erstellung von sichtbaren Spielinhalten mittels KI derzeit für das Studio tabu zu sein.
Pokémon feiert die Weltraumwoche mit exklusivem Merchandise
Zur Feier der Weltraumwoche, die am 4. Oktober beginnt, hat sich The Pokémon Company mit der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zusammengetan. Ziel der Kooperation ist es, junge Menschen für die Weltraumforschung zu begeistern. Ein besonderes Highlight ist ein Pikachu-Plüschtier im Astronauten-Outfit, das die französische Astronautin Sophie Adenot sogar mit ins All genommen hatte. Neben Ausstellungen in ESA-Einrichtungen und Museen in mehreren europäischen Ländern wird es auch exklusive Merchandise-Artikel geben. Dazu gehören neben dem Astronauten-Pikachu auch T-Shirts, TCG-Zubehör und weitere Sammlerstücke. Angesichts vergangener Ereignisse, wie dem Chaos um die limitierte Pikachu-Karte im Van Gogh Museum, wird befürchtet, dass auch diese Artikel schnell zum Ziel von Scalpern werden könnten, die sie zu überhöhten Preisen online weiterverkaufen.
Kojima über „Physint“: Das potenziell meistverkaufte Spiel seiner Karriere
Nach der überraschenden Nachricht, dass Sony die Finanzierung von Hideo Kojimas neuem Spionagespiel „Physint“ eingestellt hat und Xbox das Projekt übernommen hat, kommen neue Details ans Licht. In einem Interview erklärte Kojima, er habe „Physint“ für das kommerziell erfolgreichste Spiel gehalten, das er je hätte entwickeln können. Er sei daher davon ausgegangen, dass eine Streichung des Projekts durch Sony ausgeschlossen sei. Obwohl er sich nicht zu den Gerüchten über Budget- und Zeitplanüberschreitungen äußerte, betonte er, dass das Spiel noch in einer frühen Konzeptionsphase sei. Die Idee zu „Physint“ sei unter anderem durch die große Nachfrage der Fans nach einem neuen „Metal Gear“-Spiel entstanden, was ihn dazu inspirierte, ein neues Action-Spionage-Erlebnis zu schaffen. Kojima ist überzeugt, dass Spionage-Themen grundsätzlich ein breites Publikum ansprechen.
„Castlevania: Belmont’s Curse“ erhält spielbare Demo vor Release
Fans der „Castlevania“-Reihe können sich freuen: Konami hat angekündigt, dass am 1. Oktober eine kostenlose Demo für „Castlevania: Belmont’s Curse“ veröffentlicht wird. Diese wird auf allen Plattformen verfügbar sein und den Spielerinnen und Spielern einen Einblick in das erste Kapitel des Spiels geben. Ein besonderes Feature ist, dass der Spielfortschritt aus der Demo in die Vollversion übernommen werden kann, die am 15. Oktober erscheint. Die Demo wird je nach Plattform zwischen 3 GB (Switch) und 6 GB (PS5) groß sein. Technisch wird das Spiel auf der PS5, Xbox Series X|S und dem PC mit 60 Bildern pro Sekunde laufen, während die Nintendo Switch-Version auf 30 Bilder pro Sekunde beschränkt ist. Entwickelt wird der Titel von Evil Empire Studio und Motion Twin, die bereits Erfahrung mit der Marke durch „Dead Cells: Return to Castlevania“ gesammelt haben.


