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Gaming: Riftbound enthüllt Release-Plan für 2027

Riot Games hat einen detaillierten Blick auf die Zukunft seines League of Legends Sammelkartenspiels Riftbound gewährt und die Release-Roadmap für das Jahr 2027 vorgestellt. Nach der kürzlichen Veröffentlichung der vierten Erweiterung „Vendetta“ und der bevorstehenden Erweiterung „Radiance“ im Oktober 2026 können sich Spieler bereits auf die Sets des nächsten Jahres freuen. Den Anfang macht im Januar 2027 „Legacy“, die bisher größte Erweiterung des Spiels. Im heutigen Gaming-Update erfährst du außerdem alles über die neuen Pläne für Palworld, Preiserhöhungen bei Grafikkarten und Xbox-Konsolen sowie eine neue Mod für Baldur’s Gate 3.

Riftbound: Roadmap für 2027 vorgestellt

Das Trading Card Game (TCG) Riftbound von Riot Games, das im Universum von League of Legends angesiedelt ist, hat seinen Fahrplan für 2027 enthüllt. Nach der für den 23. Oktober 2026 geplanten Erweiterung „Radiance“ startet das neue Jahr am 29. Januar 2027 mit „Legacy“, dem sechsten Set des Spiels. Mit 346 Karten wird es die bisher umfangreichste Erweiterung sein und ist stark auf das Draft-Format ausgelegt, was durch die große Anzahl neuer Karten unterstützt wird. „Legacy“ führt außerdem eine zweite Edition der „Proving Grounds“ ein, vier vorgefertigte Decks für Einsteiger, deren Karten alle auch in den normalen Booster-Packs enthalten sind. Zudem werden zwölf neue spielbare Legenden wie Ashe, Garen und Lux eingeführt. Am 30. April folgt mit „The Reckoning“ das siebte Set, das 264 Karten und neun neue Legenden, darunter Aurelion Sol und Cho’Gath, mit sich bringt. Für die Sets 8 und 9 wurden bereits die Themen angedeutet: Bandle City, die Heimat der Yordles, und die Schatteninseln stehen hier im Fokus.

Großes Update für Riftbounds Kartendesign

Neben neuen Inhalten wird Riftbound ab Januar 2027 mit der „Legacy“-Erweiterung auch signifikante Änderungen am Kartendesign und an den Spielregeln einführen, die direkt auf das Feedback der Community zurückgehen. Eine der wichtigsten Anpassungen betrifft die Booster-Packs: Legendenkarten, die für den Deckbau essenziell sind, werden zukünftig einen gewöhnlichen (Common) Kartenplatz einnehmen statt eines seltenen (Rare). Dies gibt den Spielern eine bessere Chance auf wirklich seltene Karten. Das visuelle Design der Karten wird ebenfalls überarbeitet, um die Lesbarkeit zu verbessern. So wird ein neues Pfeilsymbol eingeführt, um ausgelöste Fähigkeiten klarer zu kennzeichnen, und Schlüsselwörter, die das Ziel eines Effekts definieren, werden mit einem grauen Hintergrund hervorgehoben. Darüber hinaus wird die Spielmechanik-Terminologie präzisiert: Der Begriff „play“ wird durch spezifischere Verben wie „create“ für das Erzeugen von Tokens und „when I enter“ für Effekte beim Betreten des Spielfelds ersetzt.

Palworld Online: Ein neues MMORPG für Mobilgeräte

Die Welt von Palworld expandiert auf mobile Plattformen mit der Ankündigung von „Palworld Online“, einem neuen MMORPG für iOS und Android. Das Spiel wird von Garena in Lizenz von Pocketpair, den Entwicklern des Originalspiels, entwickelt und veröffentlicht. Ziel ist es, die Tiefe und Freiheit des Hauptspiels auf mobile Geräte zu übertragen und gleichzeitig neue, eigenständige Story-Elemente zu integrieren. „Palworld Online“ verspricht eine nahtlose, vernetzte offene Welt mit kooperativen und kompetitiven MMO-Features. Die Steuerung wird für Touchscreens optimiert und soll auch eine Ein-Tipp-Bedienung ermöglichen, um den Einstieg zu erleichtern. Ein erster Screenshot wurde bereits veröffentlicht, und der Release ist für 2026 geplant, wobei weitere Details zu einem späteren Zeitpunkt folgen sollen. Diese Ankündigung kommt zu einer Zeit, in der das Hauptspiel nach der Veröffentlichung der Version 1.0 einen erneuten Spielerzuwachs verzeichnete.

Grafikkartenpreise steigen bei AMD und Nvidia

Für PC-Spieler stehen schwierigere Zeiten bevor, denn die Preise für Grafikkarten von AMD und Nvidia werden deutlich ansteigen. Nvidia hatte bereits eine Preiserhöhung zwischen 20 und 30 Prozent angekündigt, und Marktanalysten berichten nun, dass AMD nachziehen wird. Das Unternehmen plante offenbar schon länger eine eigene Preisanpassung, wartete aber den Schritt des Konkurrenten ab. AMD strebt eine Erhöhung von mindestens 10 Prozent an, um die Preispositionierung an die der Nvidia-Karten anzugleichen. Der Hauptgrund für diesen branchenweiten Anstieg sind die stark gestiegenen Kosten für Hochgeschwindigkeitsspeicher, eine essenzielle Komponente für moderne GPUs. Samsung, einer der größten Speicherhersteller, plant allein in diesem Monat eine weitere Preiserhöhung um 20 Prozent. Dieser Kostendruck wirkt sich bereits auf die gesamte Hardware-Industrie aus, wie die jüngsten Preiserhöhungen bei Konsolen wie der Xbox Series X/S und der PlayStation 5 zeigen.

Neue Third-Person-Mod für Baldur’s Gate 3

Ein Jahr nach seiner Veröffentlichung erhält das Rollenspiel-Epos Baldur’s Gate 3 durch eine neue Mod eine frische Perspektive. Der Modder Relysia hat auf Nexus Mods eine „True Third-Person Mod“ veröffentlicht, die es Spielern ermöglicht, das Abenteuer aus einer Over-the-Shoulder-Ansicht zu erleben. Diese neue Modifikation baut auf früheren Kamera-Mods auf, erweitert deren Funktionalität aber erheblich. Sie bietet die Möglichkeit, per Knopfdruck zwischen der neuen Perspektive und der Standardansicht umzuschalten. Die Kamera ist dabei fest auf den Charakter zentriert und passt das Sichtfeld dynamisch an, je nachdem, ob der Charakter rennt oder schleicht. Während der rundenbasierten Kämpfe wechselt die Ansicht automatisch in eine taktischere Fernansicht. Laut dem Ersteller funktioniert die Mod am besten mit einem Controller, ist aber auch mit Tastatur und Maus nutzbar und gibt erfahrenen Spielern einen guten Grund, erneut in die Welt von Baldur’s Gate 3 einzutauchen.

Xbox-Preiserhöhungen weltweit in Kraft getreten

Die bereits im Vorfeld angekündigten Preiserhöhungen für Xbox-Konsolen sind seit dem 1. August weltweit in Kraft. In den USA stiegen die Preise für 512-GB-Modelle um 100 US-Dollar, während die 1-TB-Systeme um 150 US-Dollar teurer wurden. Das teuerste Modell, die Xbox Series X mit Laufwerk, kostet nun 800 US-Dollar. Auch in Europa und Großbritannien sind die Preise deutlich gestiegen: Die Xbox Series X mit Laufwerk kostet in Europa nun 800 Euro, was einer Erhöhung um 200 Euro entspricht. In Großbritannien stieg der Preis für dasselbe Modell auf 670 Pfund. Microsoft begründet diesen Schritt mit den gestiegenen Preisen für Speicher und RAM, die sich mehr als verdoppelt haben sollen. Das Unternehmen erwartet bis Herbst 2027 eine weitere Verdopplung der Komponentenpreise, was zukünftige Anpassungen nicht ausschließt. Als Reaktion auf die höheren Preise bietet Microsoft nun neue Finanzierungsoptionen wie Ratenzahlung an.

Kontroverse um Love and Deepspace führt zu Umsatzeinbruch

Das Dating-Gacha-Sim-Spiel „Love and Deepspace“ verzeichnete im Juli seinen bisher schlechtesten Monat, als der Umsatz drastisch auf 10,3 Millionen US-Dollar einbrach. Dies entspricht einem Rückgang von 73 Prozent im Vergleich zum Vormonat Juni, in dem noch 38 Millionen US-Dollar erwirtschaftet wurden. Der Auslöser für diesen massiven Einbruch war die Ankündigung und die darauffolgende schnelle Rücknahme eines neuen, sechsten Liebesinteresses namens Valko. Der Charakter, ein Werwolf und Tech-CEO, spaltete die Community tief: Eine Hälfte der Spieler protestierte gegen seine Einführung aus Sorge, er würde Ressourcen von der Hauptstory abziehen, während die andere Hälfte für seine Aufnahme kämpfte und Boykotte organisierte. Die Kontroverse eskalierte, als die chinesische Regierung sich aufgrund als problematisch empfundener Werbeslogans einschaltete, was den Entwickler Papergames zusätzlich unter Druck setzte und zur Absage des Messeauftritts auf der BilliBilli World 2026 führte.

Virales Steam-Spiel: 1,3 Mio. $ Umsatz, nur 2.000 $ für den Entwickler

Der 18-jährige Entwickler Michael Major landete mit seinem als Scherz veröffentlichten Spiel „This Game Costs $200“ einen viralen Hit, der ihm jedoch kaum Geld einbrachte. Das Spiel generierte auf Steam einen Bruttoumsatz von 1,3 Millionen US-Dollar, wovon der Entwickler nach Abzug aller Gebühren und Rückerstattungen jedoch nur rund 2.000 US-Dollar erhielt. Der Grund dafür war eine extrem hohe Rückerstattungsquote von 99,9 Prozent: Von 6.717 verkauften Einheiten wurden 6.707 zurückgegeben. Major gab an, dass ein Großteil der Verkäufe aus China stammte, was ihn zu Spekulationen über mögliche Geldwäscheaktivitäten veranlasste, obwohl dies unbestätigt bleibt. Das Spiel selbst wird auf seiner Steam-Seite als psychologisches Experiment und „der Schwindel, der alle Schwindel beendet“ beschrieben und war als Witz gedacht, da 200 US-Dollar damals der maximal zulässige Preis auf der Plattform war. Trotz des finanziellen Ergebnisses sorgte die Geschichte für viel Aufmerksamkeit.

EnPi-C (NPC), unser unermüdlicher Gaming-Redakteur, ist der virtuelle Chronist der Gaming-Welten. Ursprünglich aus den digitalen Hintergrundkulissen entsprungen, berichtet er mit einem scharfen Blick auf Quests, Easter Eggs und Pixelkunst.