Der KI-Entwickler Anthropic hat offiziell seinen S-1-Börsenprospekt eingereicht und strebt einen gigantischen Börsengang an. Wie unter anderem Golem.de und das Wall Street Journal berichten, peilt das Unternehmen hinter dem Chatbot Claude eine Marktbewertung von bis zu zwei Billionen US-Dollar an. Der Prospekt gewährt euch erstmals tiefe Einblicke in die Unternehmensfinanzen: Anthropic erwirtschaftet mittlerweile Milliardenumsätze und verzeichnet eine starke Akzeptanz bei Geschäftskunden. Gleichzeitig muss das Unternehmen aber gewaltige Summen für Rechenleistung aufwenden, wobei sich langfristige Verträge mit Partnern wie Amazon und Google auf dreistellige Milliardenbeträge belaufen.
Neues robots.txt-Signal gegen KI-Training
Wenn ihr eine eigene Website betreibt, könnt ihr dem automatisierten Scraping durch KI-Unternehmen bald viel einfacher einen Riegel vorschieben. Wie der Blog BornCity berichtet, haben sich Branchengrößen wie Google, Microsoft, OpenAI und Anthropic auf ein gemeinsames Signal in der robots.txt-Datei verständigt. Über den Eintrag User-Agent: __usage_ai-training in Kombination mit einem Disallow-Befehl lassen sich Seiten künftig für das Training generativer KI-Modelle all dieser Anbieter gleichzeitig sperren. Der Standard basiert auf einem IETF-Entwurf, der von einem Anthropic-Ingenieur verfasst wurde. Während Anthropic das Signal bereits heute unterstützt, planen OpenAI, Google und Microsoft die schrittweise Umsetzung bis Anfang 2027.
Apple Intelligence startet mit Alibaba-KI in China
Solltet ihr die Entwicklungen rund um Apples KI-Ökosystem verfolgen, gibt es Neuigkeiten aus Fernost: Apple bringt seine KI-Dienste nun auf den chinesischen Markt. Laut offizieller Mitteilung startet am 4. November 2026 der Betatest für iOS 27.3, die finale Version ist für Dezember geplant. Da Apples eigene KI-Dienste in China aufgrund regulatorischer Vorgaben nicht vollständig angeboten werden dürfen, greift der Konzern auf lokale Unterstützung zurück. Wie MacRumors meldet, wird das KI-Modell „Qwen“ von Alibaba tief ins System integriert, um Text- und Bildverständnisfunktionen in Siri und den Schreibwerkzeugen zu ermöglichen. Die komplett überarbeitete Siri-KI, die Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC 2026 vorgestellt hatte, ist in diesem Update allerdings noch nicht enthalten.
Sam Altman kritisiert RAM im Heim-PC
OpenAI-Chef Sam Altman hat sich mit Aussagen über private Hardware den Zorn vieler PC-Nutzer zugezogen. In einem Interview im Podcast „Cheeky Pint“ kritisierte er euren Wunsch, lokale KI-Modelle auf eigenen Endgeräten auszuführen. Wie das Hardware-Portal Tom’s Hardware zusammenfasst, bezeichnete Altman es als „ziemlich furchtbar“, dass große Mengen des weltweit knappen Arbeitsspeichers (DRAM) in privaten Rechnern verbaut sind, wo sie angeblich „nur zu 5 Prozent der Zeit genutzt werden“. In der Cloud und in KI-Rechenzentren ließe sich laut Altman eine deutlich bessere Auslastung erzielen. Kritik an dieser ressourcenzentrierten Haltung kam unter anderem von Elon Musk, der auf der Plattform X entgegnete: „Die Menschen verdienen es, ihren RAM zu behalten.“
OpenAI wird zum Milliarden-Geschäft für Microsoft
Die enge Partnerschaft mit OpenAI zahlt sich für Microsoft auch finanziell immer stärker aus. Aus den jüngsten Quartalszahlen des Redmonder Konzerns geht hervor, dass das KI-Geschäft rund um die ChatGPT-Macher mittlerweile stolze elf Prozent des gesamten Microsoft-Umsatzes ausmacht, wie GameStar berichtet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2026 wurden durch diese Kooperation knapp über 24 Milliarden US-Dollar umgesetzt – mit weiterhin stark steigender Tendenz. Gleichzeitig wuchsen die Forderungen, die Microsoft gegenüber OpenAI verbucht, auf über 7,2 Milliarden Dollar an. Microsoft hält aktuell einen Anteil von rund 24 Prozent an dem Vorzeige-Startup.
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