OpenAI hat sein Finanzierungsziel angesichts der Marktlage offenbar um zehn Milliarden Dollar nach unten korrigiert, während das Unternehmen gleichzeitig eine neue Imagekampagne für seine umstrittenen Rechenzentren vorbereitet und bei ChatGPT strengere Gerätelimits gegen Account-Sharing durchsetzt. Abseits davon hat eine Künstliche Intelligenz eine jahrzehntealte Sicherheitslücke in der Programmiersprache PHP aufgespürt, die weite Teile des Internets betrifft. Zudem funkt Googles neue Satelliten-KI erste Gedichte direkt aus dem Erdorbit, während Open-Source-Entwickler mit dem „Survival LLM“ einen komplett offline nutzbaren Chatbot für Krisenszenarien und den Weltuntergang veröffentlicht haben.
Der ChatGPT-Entwickler OpenAI hat laut einem Medienbericht sein Ziel für die anstehende Finanzierungsrunde drastisch reduziert. Wie Welt unter Berufung auf Insider-Informationen berichtet, wurde das angestrebte Volumen von ursprünglich 30 Milliarden auf 20 Milliarden US-Dollar gesenkt. Auch die damit verbundene Bewertung des Unternehmens passe sich an und liege nun bei 1,25 Billionen Dollar statt der zuvor anvisierten 1,4 Billionen. Als Grund für den Schritt gelten zunehmende Bedenken der Investoren hinsichtlich der massiven und kontinuierlich steigenden Ausgaben für Künstliche Intelligenz sowie ein allgemeiner Ausverkauf bei US-Technologiewerten.
Mit dem frischen Kapital will das Unternehmen seine Führungsposition im globalen KI-Wettlauf absichern, bevor der Konkurrent Anthropic voraussichtlich Mitte November an die Börse geht. Offiziell hat OpenAI den Bericht bislang nicht kommentiert, doch der Vorgang zeigt, dass selbst die größten Treiber des aktuellen KI-Booms nicht mehr blind auf unbegrenzte finanzielle Mittel der Geldgeber vertrauen können.
OpenAI will Rechenzentren umbenennen
Neben der Finanzierung muss OpenAI auch an seinem öffentlichen Image arbeiten. Da der Widerstand in der Bevölkerung gegen riesige neue Serveranlagen stetig wächst, plant das Unternehmen laut WinFuture eine groß angelegte PR-Offensive. Aktuelle Umfragen in den USA zeigen, dass eine deutliche Mehrheit der Bürger den Einfluss von Rechenzentren auf die Umwelt mittlerweile negativ bewertet und steigende Stromkosten fürchtet. Um diese Kritiker zu besänftigen, sollen die gigantischen Infrastruktur-Projekte künftig als „AI Compute Campuses“ vermarktet werden. Die entsprechende PR-Kampagne soll Insidern zufolge unmittelbar nach den US-Kongresswahlen im November 2026 anrollen.
Neue Gerätelimits gegen Abo-Hopping bei ChatGPT
Wenn du dir bisher ein ChatGPT-Abonnement mit mehreren Kollegen oder Freunden auf verschiedenen Geräten geteilt hast, dürftest du bald auf Hürden stoßen. Wie das Fachportal The Decoder meldet, setzt OpenAI derzeit schrittweise neue Gerätelimits für seine Bezahlnutzer durch. Das Ziel der Maßnahme ist es offenbar, das sogenannte Abo-Hopping zu unterbinden, bei dem Nutzer zwischen verschiedenen Konten und Endgeräten wechseln, um die maximalen Anfrage-Limits günstiger Flatrates voll auszureizen. Das Unternehmen verweist betroffene Anwender stattdessen auf teurere Guthaben-Nachkäufe oder den Reset der Nutzungsdauer. Der Schritt unterstreicht den aktuellen Kurswechsel von OpenAI, bei dem Umsatzwachstum zunehmend Vorrang vor reinen Nutzerzahlen erhält.
KI entdeckt zehn Jahre alte PHP-Sicherheitslücke
Die Fähigkeiten von KI bei der Analyse komplexer Codesequenzen haben zu einem Durchbruch in der Cybersicherheit geführt. Wie Al Jazeera berichtet, haben unabhängige IT-Sicherheitsexperten mithilfe Künstlicher Intelligenz eine kritische Schwachstelle in der weit verbreiteten Websprache PHP gefunden. Der Fehler mit dem Namen „PHP2Shell“ schlummerte bereits seit mehr als einem Jahrzehnt unentdeckt im Code der Open-Source-Software, da die Verknüpfungen für menschliche Prüfer schlicht zu komplex waren. Weltweit mussten in der Folge Behörden und Konzerne ihre Webseiten kurzzeitig vom Netz nehmen, um entsprechende Notfall-Updates aufzuspielen und drohende Hackerangriffe zu verhindern.
Google-KI funkt Gedichte aus dem All
Googles neuestes Experimentallabor kreist derzeit im Erdorbit. Laut einem Bericht von Golem.de hat der Suchmaschinenkonzern erfolgreich einen experimentellen Satelliten-Rechner in Betrieb genommen, auf dem eine Künstliche Intelligenz direkt im Weltraum läuft. Das System kommuniziert bereits erfolgreich mit den Bodenstationen auf der Erde. Die allererste Aufgabe, die der KI an Bord zugeteilt wurde, war eher kreativer Natur: Sie sollte ein Haiku über den Weltraum verfassen. Das Projekt soll langfristig beweisen, dass KI-Modelle autark auf Satelliten operieren und riesige Sensordaten direkt im All verarbeiten können, ohne sie erst zeitaufwendig zur Erde funken zu müssen.
Survival LLM: Ein Chatbot für den Weltuntergang
Sollte die globale Infrastruktur eines Tages zusammenbrechen, habt ihr nun auch dafür das passende KI-Tool zur Hand. Open-Source-Entwickler haben das sogenannte „Survival LLM“ vorgestellt, wie Golem.de berichtet. Dabei handelt es sich um ein lokales Sprachmodell, das speziell für Krisen, Notfälle oder Endzeit-Szenarien konzipiert wurde. Der Chatbot läuft komplett offline auf handelsüblicher Hardware und greift auf eine umfangreiche Datenbank an Überlebenshandbüchern, medizinischen Notfallunterlagen und Anleitungen zum autarken Leben zu. Damit können Nutzer auch dann noch lebenswichtiges Wissen abrufen, wenn das klassische Internet längst ausgefallen ist.
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